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Personen
-» Haselböck
Ass.Prof. MMag. Dr.
Lukas Haselböck
Lebenslauf
Geboren 1972 in Wien in einer Musikerfamilie. Früher
Klavierunterricht. Volksschule und Gymnasium (humanistischer Zweig mit Latein
und Altgriechisch) in Wien.
1988–1990 Fagottstudium bei Camillo Öhlberger an der
Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien.
1990 Matura am Wiener Schottengymnasium.
ab 1990 Studium der Musikwissenschaft (Nebenfach
Philosophie) an der Universität Wien.
ab 1991 Kompositionsstudium an der Universität für
Musik und Darstellende Kunst in Wien bei Iván Eröd und Erich Urbanner.
ab 1994 Studium der Gesangspädagogik bei Adelheid
Hornich an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien.
1995 Diplom (Musikwissenschaft) mit Auszeichnung mit
einer Arbeit über Prozeß und Kontrastdenken in den Streichquartetten
Regers und Hindemiths.
1997 Promotion (Musikwissenschaft) mit Auszeichnung
zum Dr.phil. mit Analytische Untersuchungen zur Motivischen Logik bei
Max Reger (2000 bei Breitkopf & Härtel erschienen).
1998 Lehrgang für Atemtechnik bei Johann Leutgeb an
der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien.
1999 Kompositionsdiplom (Mag. art.) mit Auszeichnung.
ab 2001 Assistent am Institut für Analyse, Geschichte
und Theorie der Musik der Universität für Musik und Darstellende Kunst
in Wien. Vortrags- und Forschungstätigkeit.
2004 Organisation und inhaltliche Planung des
Friedrich-Cerha-Symposions im Wiener Konzerthaus.
2005 Buchpublikation: Zwölftonmusik und Tonalität,
Laaber 2005.
2006 Buchpublikation: Friedrich Cerha: Analysen –
Essays – Reflexionen, Freiburg / Wien / Berlin 2006.
2007 Assistenzprofessor an der Universität für Musik
und Darstellende Kunst in Wien.
2008 Gastprofessur für Musiktheorie an der
Kunstuniversität Graz
2009 Organisation und inhaltliche Planung des
Symposions „Klangperspektiven“ (u.a. mit Tristan Murail, Chaya Czernowin,
Michael Levinas, Georg Friedrich Haas, etc.).
2009 Buchpublikation: Gérard Grisey: Unhörbares
hörbar machen, Freiburg / Wien / Berlin 2009.
Als Komponist Aufführungen im In- und Ausland und
diverse Auftragswerke (u.a. 2008 sirene operntheater und ensemble die
reihe), Preise und Stipendien. Außerdem Tätigkeit als Chor- und
Ensemblesänger sowie als Solist.
Publikationsliste
Musik des 16. Jahrhunderts:
- 2004: ‚Raum-Zeichen‘. ‚Tonale‘ Aspekte der Harmonik
bei Ockeghem und Webern, in: Dominik Schweiger, Michael Staudinger,
Nikolaus Urbanek (Hg.), Festschrift für Manfred Angerer zum 50.
Geburtstag, Frankfurt/M. 2004, S. 99-116.
Musik des 18. Jahrhunderts:
- 2009: „Tempora mutantur, nos et mutamur in illis“.
Zeitkonzepte in Haydns Symphonie Nr. 64, in: Julia Bungardt, Maria
Helfgott, Eike Rathgeber, Nikolaus Urbanek (Hg.), Wiener
Musikgeschichte. Annäherungen – Analysen – Ausblicke. Festschrift
für Hartmut Krones, Wien/Köln/Weimar 2009, S. 171-180.
Musik des 19. Jahrhunderts:
- 2000: Beiträge zur Untersuchung der Harmonik in den Strauss-Liedern
(Der Einsame – Im Spätboot – An die Nacht), in: Richard
Strauss-Blätter, Neue Folge, Heft 43, Tutzing 2000, S. 179-186.
- 2001: ‚Erzählstrukturen‘ bei Johannes Brahms, in: Margareta
Saary (Hg.), Analyse zur Vermittlung von Musik und Werbung für
Komponisten. Eine Anthologie für Gottfried Scholz zu seinem 65.
Geburtstag (= Publikationen des Instituts für Musikanalytik Wien, Bd.
6), Frankfurt 2001, S. 129-150.
- 2004: Dvoráks 6. Sinfonie – ein ‚intertextueller‘ Kommentar
zu Brahms’ 2. Sinfonie?, in: hudební veda 3-4 (2004), S. 341-354.
- 2008 (i.V.): Chromatische Stimmführungsmodelle in Arnold
Schönbergs Verklärte Nacht op. 4 (1899) und George Enescus Octuor op. 7
(1900), in: Simpozionul Internaţional de Muzicologie, Bucureşti
5-8 septembrie 2007, Bukarest 2008.
Max Reger:
- 1995: Prozeß und Kontrastdenken in den Streichquartetten Regers und
Hindemiths, Dipl. Arb. Wien 1995.
- 1996: Analytische Untersuchungen zur Motivischen Logik bei Max
Reger, Diss. Wien 1996 = Analytische Untersuchungen zur Motivischen
Logik bei Max Reger, Wiesbaden 2000 (= Schriftenreihe des
Max-Reger-Instituts Karlsruhe, Bd. XIV).
- 2000: Rückblick als Formidee – Zum Paradigma der ‚Ereignisgeschichte‘
bei Max Reger, in: Alexander Becker, Gabriele Gefäller, Susanne Popp
(Hg.), Reger-Studien 6, Musikalische Moderne und Tradition,
Internationaler Reger-Kongress Karlsruhe 1998, Wiesbaden 2000, S.
93-102.
- 2001: Von der Prägnanz im Zerfließenden – Regers Langsame Sätze
im Spannungsfeld von Bekenntnis und Katastrophe, in: Margareta Saary
(Hg.), Analyse zur Vermittlung von Musik und Werbung für Komponisten.
Eine Anthologie für Gottfried Scholz zu seinem 65. Geburtstag (=
Publikationen des Instituts für Musikanalytik Wien, Bd. 6), Frankfurt
2001, S. 117-128.
- 2004: Ein ‚Humor, der selbst von den Besten oft nicht erkannt wird‘?
Affront und Verrätselung in Regers Klaviertrio e-Moll op. 102, in:
Siegfried Schmalzriedt, Jürgen Schaarwächter (Hg.), Reger-Studien 7.
Festschrift für Susanne Popp (= Schriftenreihe des
Max-Reger-Instituts Karlsruhe, Bd. XVII), Wiesbaden 2004, S. 287-306.
Claude Debussy:
- 2006 (i.V.): Amerikanische und europäische Perspektiven der
Musiktheorie: Ein Versuch der Synthese an Hand von Debussys ‚Brouillards‘,
in: Gerold W. Gruber (Hg.), Bericht zur Tagung Europäische und
amerikanische Traditionen der Musiktheorie (Februar/März 2005),
2006
- 2006 (i.V.): ‚… dass jede Existenz ihr Abenteuer, ihr geheimes
Drama umfasst‘: George Enescu, Vox Maris und Claude Debussy, La Mer,
in: Laura Manolache (Hg.), Bericht zum Internationalen
Musikwissenschaftlichen Symposium „George Enescu”, September 2005,
Bukarest 2006.
Zwölftonmusik und Wiener Schule:
- 2001: Einige Bemerkungen zur ‚Naturphilosophie‘ bei Anton
Webern, in: Zuzana Martinaková (Hg.), Filozofické koncepcie v hudbe
a umení II, 2. Medzinárodné sympózium Jána Albrechta, venované
Ladislavovi Mokrému, Bratislava 2001.
- 2002: Frühe Lieder ohne Opuszahl, in: Gerold W. Gruber, Antje
Müller (Hg.), Schönberg und seine Werke, Laaber 2002, Bd. II, S.
300-11.
Volkslieder op. 49, in: Gerold W. Gruber, Antje Müller (Hg.),
Schönberg und seine Werke, Laaber 2002, Bd. II, S. 172-80.
- 2005: Zwölftonmusik und Tonalität. Zur Vieldeutigkeit dodekaphoner
Harmonik, Laaber 2005.
- 2006 (i.V.): Józef Koffler – ein vergessener Pionier der
Zwölftonmusik, in: Bericht zum Internationalen Kongress der
Gesellschaft für Musikforschung in Weimar (September 2004), 2006.
Neue Musik:
- 2001: Kurt Rapf – Beobachtungen zu Leben und Werk, in: Lieselotte
Theiner (Hg.), Musikalische Dokumentation Kurt Rapf. Konzert –
Gespräch – Ausstellung, Wien 2001, S. 9-11.
- 2002: Kurt Rapf, Wien 2002.
- 2003: Die Tragikomödie als Prinzip Hoffnung. Über Friedrich Cerhas
und Peter Turrinis ‚Der Riese vom Steinfeld‘, in: Wespennest 130,
2. Quartal 03, März 2003, S. 92-94.
- 2006: Zum Erleben von Prozessen: Cerhas 2. Streichquartett
und Phantasiestück in C’s Manier, in: Lukas Haselböck (Hg.),
Friedrich Cerha: Analysen – Essays – Reflexionen,
Freiburg/Wien/Berlin
2006, S. 95-119.
- 2006 (i.V.): An der Schwelle der Wahrnehmung. Die musique spectrale
im Kontext des zeitgenössischen musiktheoretischen und
-philosophischen Diskurses, in: Bericht zum V. Kongress der
Gesellschaft für Musiktheorie GMTH („Musiktheorie im Kontext“,
Oktober 2005), Hamburg, 2006
- 2007: Spectral music in the context of contemporary philosophy,
in: Alessandro Arbo (Hg.), Perspectives de l'esthétique musicale: Entre
théorie et histoire, Paris 2007, S. 365-372.
- 2008: ‘A hidden commentary’: Zaïde – Adama von Chaya Czernowin,
in: Wolfgang Gratzer (Hg.), Herausforderung Mozart. Komponieren im
Schatten kanonischer Musik (= Schriften zur musikalischen
Rezeptions- und Interpretationsgeschichte, Bd. 2), Freiburg i.Br./Berlin/Wien
2008, S. 171–186.
- 2008: An der Schwelle der Wahrnehmung: Die Musik von Gérard
Grisey und Tristan Murail im Kontext des musikphilosophischen Diskurses,
in: Jan Philipp Sprick/Reinhard Bahr/Michael von Troschke (Hg.),
Musiktheorie im Kontext (= Musik und. Eine Schriftenreihe der
Hochschule für Musik und Theater Hamburg, hg. von Hanns-Werner
Heister/Wolfgang Hochstein, Neue Folge, Bd. 9), Berlin 2008, S. 203–214.
- 2009: Gérard Grisey: Unhörbares hörbar machen, Freiburg i.Br./Berlin/Wien
2009.
Werkverzeichnis
- Burleske für Fagott und Klavier (1991)
- Zwei Lieder für Sopran und Klavier nach Gedichten von Georg Trakl
(1992)
- Streichquartett in drei Sätzen (1994)
- Sechs Lieder für Mezzosopran und Klavier nach Gedichten von Rilke
(1996)
- Zwei Stücke für Violoncello und Klavier (1997)
- Zwei Lieder für Mezzosopran und Klavier nach Gedichten von Rilke
(1997)
- Metamorphosen für Violine und Orchester (1997/98)
- Variationen für Klarinette solo (1998)
- animato – calmo für Klarinette, Violine, Violoncello und
Klavier (1998)
- 13 Miniaturen nach Giuseppe Ungaretti für tiefe Stimme,
Bassklarinette und Klavier (1998)
- Schatten für Bassklarinette, Schlagzeug und Akkordeon (1999)
- Drei Miniaturen für Streichquartett (1999)
- mobile für Bläserquintett (1999)
- Cantus für Violoncello und Klavier (1999)
- Movimento für Orgel (2000)
- Sequenzen für zwei Klaviere (2000)
- Sonate für Violine und Klavier (2000)
- Kantate für Sopran, Tenor, Bass und sechs Instrumente nach Gedichten
von Thomas Bernhard und Andreas Gryphius (2001)
- Einstellungen für Klarinette, Oboe und Fagott (2004)
- Aquarell: Hommage an Kandinsky für Klavier (2005)
- … jenes Licht … nach Paul Celan und Nelly Sachs für
Sprechstimme, Flöte, Englischhorn und Klavier (2005/06)
- Sonate für Klavier (2006)
- L’inesprimibile nulla. Zyklus nach Giuseppe Ungaretti für
Sopran, Flöte, (Bass-) Klarinette, Harfe, Violine und Violoncello (2007)
- Der Maler Brabanzio. Operneinakter nach Leo Perutz (2008/09)
- Concerto da camera für Kammerorchester (2008/09)
- Wiener Blut. Schräge Chansons nach Manfred Chobot, Nikolaus
Dominik, Rudolf Kraus und Matthias Politycki für Mezzosopran, Violine
und Violoncello (2009)
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