Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Institut für Analyse, Theorie und Geschichte der Musik


Personen -» Torkewitz
  

Univ.Prof. Dr.
Dieter Torkewitz

Schulmusikstudium in Saarbrücken, danach Studien in Freiburg i.Br. in Klavierkammermusik (bei H. Barth), Komposition (bei W. Fortner), Musikwissenschaft (bei H.H. Eggebrecht). Promotion über Liszts frühe Harmonik.

Erste Lehrtätigkeiten an der Universität in Freiburg i.Br. und an der Musikhochschule in Trossingen. Von 1980–2003 Professor für Musiktheorie an der Folkwang-Hochschule in Essen. Dort – neben einer umfangreichen Lehrtätigkeit – in zahlreichen Hochschulgremien tätig (als Senatsmitglied, Dekan u.a.).

Von 2001-2002 Gastprofessor und ab 2003 Univ.Prof. für Musiktheorie an der Universität für Musik und darstellenden Kunst Wien (Nachfolge Diether de la Motte). Seit 1.10.2009 Univ.-Prof. i.R.

Publikationen (Auswahl)

I zur frühen Musik

  • Das älteste Dokument zur Entstehung der abendländischen Mehrstimmigkeit. Eine Handschrift aus Werden a. d. Ruhr: Das ‚Düsseldorfer Fragment‘. = BzAfMw 44, Stuttgart 1999.
  • Unbekannte Paläofränkische Neumen aus Werden a. d. Ruhr. In: AfMw (59) 2002, 1.
  • Die Musica enchiriadis, in: Katalog und Programmheft zu musica enchiriadis – Die Entdeckung der Mehrstimmigkeit (Teilprojekt innerhalb Kulturhauptstadt Ruhr 2010), Essen 2010.

II zu Mozart

  • Fragment und Ergänzung. Die Fragmente der Sinfonia concertante in A für Violine, Viola, Violoncello und Orchester KV 320e (Anh. 104) und des Konzert in D für Violine, Klavier und Orchester KV 315f (Anh. 56) von Wolfgang Amadeus Mozart. In: Bericht des Internationalen Musikwissenschaftlichen Kongreß zum Mozartjahr 1991 Baden/Wien. Tutzing 1993.
  • Rezension zu Wolfgang Budday: Harmonielehre der Wiener Klassik. Theorie – Satztechnik – Werkanalyse. Stuttgart: Berthold & Schwerdtner 2002. In: Musicologica Austriaca, Jahresschrift der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft, XXIII (2004), S. 221-225.

III zu Liszt

  • Harmonisches Denken im Frühwerk Franz Liszts. = Freiburger Studien zur Musikwissenschaft 10, hg. v. H. H. Eggebrecht. München-Salzburg 1978.
  • Liszts Tasso. In: Torquato Tasso in Deutschland. Seine Wirkung in Literatur, Kunst und Musik seit der Mitte des 18. Jahrhunderts. Hrsg. v. Achim Aurnhammer. = Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kunstgeschichte 3. Berlin - New York 1995.
  • Modell, Wiederholung – Sequenz. Über Liszts Technik der Intensivierung, mit einer Anmerkung zu Wagner. In: Liszt-Studien 3, München-Salzburg 1986.
  • Über Liszts Orgelkompositionen. CD-booklet zu: Franz Liszt. Berühmte Orgelwerke. Christopher Herrick an der Ladegast-Orgel des Doms zu Merseburg. = Production prospect 402193 (Helmstedt 1993).
  • Choralstil und Aura im späten 19. Jahrhundert. Über eine wenig bekannte Sammlung von (Klavier-) Chorälen Franz Liszts. In: Musiktheorie 2001, 3.
  • Anmerkungen zu Liszts Spätstil. Das Klavierstück „Preludio funebre“ (1885). In: AfMw 1978, 3.
  • Die neue Musik und das Neue bei Franz Liszt – eine wechselvolle Beziehung. In: Studia Musicologica 28, Budapest 1986.
  • Franz Liszt und die neue Musik – aus der Perspektive von 1986. In: Liszt heute. Bericht über das Internationale Liszt-Symposium Eisenstadt 1986. Eisenstadt 1987.

IV zu Chopin

  • Eine unendliche Geschichte. Oder: Von der Emanzipation des Einzeltons. In: Musiktheorie 2004, 2

V zu Schumann

  • Eine mögliche Inspiration zu Schumanns ,Mondnacht', in: AfMw 63, 2006, 35-46.
  • Rezension zu: Robert Schumann. Interpretationen seiner Werke. 2 Bde., hg. v. Helmut Loos, Laaber 2005. In: ÖMZ

VI zu Brahms

  • Die ‚entwickelte Zeit‘. Zum Intermezzo op. 116,4 von Johannes Brahms. In: Mf 1978, 2.
  • Brahm's Rinaldo [= Rinaldo-Kantate op. 50], für Tenor-Solo, Männerchor und großes Orchester. In: Torquato Tasso in Deutschland (s. oben), Berlin - New York 1995.

VII zur Neuen Musik

  • Nach-Gedanken zu einem Cage-Projekt [Cage-Klavierkonzert]. In: Folkwang-Hochschulzeitung 2, Essen 1985/86.
  • Über Abhängiges und Unabhängiges. Zur Opernkonzeption von John Cage und anderen. In: Musiktheater im Spannungsfeld zwischen Tradition und Experiment (= Mainzer Studien zur Musikwissenschaft 41), hg. von Christoph-Hellmut Mahling und Kristina Pfarr, Tutzing 2002.
  • Über das Neue, die Zwänge und das Notwendige (Neue Musik und Improvisation). In: Folkwang-Hochschulzeitung 18, Essen 1996.
  • Regress or New Calling? Tendencies of new Music in RFA since 1970. In: 20th Century Art: Dialog of Epochs and Generations (= Bericht Internationales Symposium Nizhny Novgorod 1998, 2 Bde.), II, hg. von Boris Getselev und Tatjana Sidneva, Nizhny Novgorod 1999 (in russischer Übersetzung; abstract in engl.), 161-168.
  • VON GRILLEN, POP-LAPTOPERN UND ANDEREM, in: Anklaenge 2007 Zwischen Experiment und Kommerz. Zur Ästhetik elektronischer Musik, hg. von Thomas Dézsy, Stefan Jena, Dieter Torkewitz (= Wiener Jahrbuch zur Musikwissenschaft), Wien 2007.
  • Vom Stehlen und Plündern, in: Musikzeit (ÖMZ) 2010, 9.

VIII zu detaillierten musiktheoretischen Fragestellungen

  • Mediantik. Verständnis – Probleme der Beziehung und Benennung – Eine historische Skizze. In: ZfMth 1977, 2.
  • Innovation und Tradition. Zur Genesis eines Quartenakkordes. In: Mf 1980, 3.
  • Musiktheorie zwischen Wissenschaft und Kunst. Stellungnahme in Musiktheorie 2000, 3.
  • Vom Selberschreiben. In: Bericht der Internationalen Tagung „Musik, Wissenschaft und ihre Vermittlung“. Hochschule für Musik und Theater Hannover 2001, hg. von Arnfried Edler und Sabine Meine, Augsburg (Wißner) 2002.

IX Verschiedenes

  • Artikel und Rezensionen in diversen Fachzeitschriften, Zeitschriften, Katalogen.
  • Vorträge auf zahlreichen internationalen Symposien/Kongressen.
  • Planung, Organisation und Leitung mehrerer Symposien und Ausstellungen.
  • Konzert- und Rundfunktätigkeit als Komponist und Pianist.
  • Zahlreiche Kompositionen unterschiedlichster Besetzung.
  • Jury-Mitglied in diversen Kompositionswettbewerben.
  • 2009: Kompositionsdoppelauftrag der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Kaiserslautern für ein Orchesterwerk und für eine Komposition des Carillons der Stiftskirche Kaiserslautern.
    UA von „Bewegt“ für Carillon: am 29. 11. 2009
    UA von „Gewoge“ für großes Orchester in drei Szenen: am 27. 05. 2011 (Fruchthalle Kaiserslautern)

zurück zur Seite Personen

Inhaltsverzeichnis Seitenanfang Homepage