Universität
für Musik und darstellende Kunst Wien
Institut
für Analyse, Theorie und Geschichte der Musik
Verein
für Theorie und musikalische
Interpretation

Internationaler Kongress für Musiktheorie Wien
Komponisten als Theoretiker in Wien vom 17. bis Anfang 19. Jahrhundert
3. bis 5. Mai 2007
Johann
Joseph Fux, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Georg
Albrechts-berger, Antonio Salieri, Ludwig van Beethoven u.a. wirkten in Wien
nicht nur als Komponisten, sondern auch als Kompositions- und Theorielehrer.
Spezifisch der Vermittlung der Grundlagen ihrer Kunst nachzuspüren, ist
leitende Idee des Kongresses. Untersucht werden die nach Italien weisenden
Spuren satztechnischen und kompositorischen Denkens und ihr Niederschlag
besonders in Wien.
Desgleichen wird der Frage nachgegangen, worin das Geheimnis jenes von Johann Joseph Fux entwickelten ‚Erfolgsrezepts' liegt, der berühmten Lehrschrift Gradus ad Parnassum, wonach auch Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert in unterschiedlicher Weise gelernt und gelehrt hatten und was zur These verleitet, von einer eigentlichen ‚ersten’ Wiener Schule zu sprechen. Ebenso soll das grundsätzliche Verhältnis zwischen Kontrapunkt- und Generalbassdenken beleuchtet sowie den Beziehungen zwischen den Wiener Lehrtraditionen und anderen, konkurrierenden, z.B. den deutschen (Mattheson, Heinichen, Bach), nachgegangen werden.
Johann Joseph Fux, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart,
Johann Georg Albrechtsberger, Antonio Salieri, Ludwig van Beethoven and other
reknown composers from Vienna have been
important instructors of composition and theory.
Johann Joseph Fux developed a hugely successful
teaching method with his 'Gradus Ad Parnassum', used also by Haydn, Mozart,
Beethoven and Schubert, thus laying the foundations of the first Viennese
School.
This congress aimes to trace back Viennese musical
instruction around the 17th century to influences from Italy and the relationship
between concepts of counterpoint vs. fundamental bass in concurrence to other,
mainly German traditions such as Mattheson, Heinichen, and Bach.
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Donnerstag, 3. Mai 2007 Haydn-Saal
11.00
Uhr Eröffnung, Grußworte, Einführung Eröffnungsvortrag
Renate Groth (Bonn): Gedanken
über die verschiedenen Lehrarten in der Composition Musik:
Collegium Musicum des Joseph
Haydn Instituts Leitung:
Ingomar Rainer (Wien) Pause
Fanny-Hensel-Mendelssohn-Saal
14.00 Wolfgang
Horn (Regensburg) Muffat - Heinichen
- Muffat. Generalbaß und Komposition im katholischen Süden und lutherischen
Norden 14:40 Ladislaus
Kacic (Bratislava): Von Heinichen zu Albrechtsberger – die Generalbaßlehre der Franziskaner
in der Slowakei im 18. und in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts Pause
15:40
Angelika Moths (Basel): Zwischen Froberger und Pachelbel: Johann Valentin Eckelts Prolegomena de musica
in Genere 16:20 Markus Grassl (Wien): Retrospektiv-aktuell.
Zur
Wiener Ricercarproduktion des 17.
und frühen 18. Jahrhunderts Pause
17:00 Oliver
Wiener (Würzburg): Von der Lichtschere geschnitten. Der Fall Murschhauser 17:40 Peter
Waldner (Innsbruck): Alessandro Pogliettis Rosignolo und der Usus der Wirtschaften
am Wiener Hof Kaiser
Leopolds I |
Freitag, 4. Mai 2007 Fanny-Hensel-Mendelssohn-Saal
10:00 Melanie Wald
(Zürich): Wiener
Musiktheorie des 17. Jahrhunderts: römisch? 10:40 Walter Kreyszig (Saskatchewan): Der
Guidonische Hexachord als Zugang zu Studier- und Lehrgegenstand von
Kompositionspraktiken des stile
antico im Wien des 17. und 18. Jahrhunderts: Johann Joseph Fux als
Mittelsmann zwischen Johann Jakob Froberger und Wolfgang Amadeus Mozart Pause
11:40 Jen-yen
Chen (Taipeh) : Wagenseils
a-cappella Messe (ca. 1735), die während der Periode des Unterrichts bei Fux
geschrieben wurde 12:20 Martin Eybl (Wien): Zum Nachleben von Fux als Komponist
im 18. Jh., dargestellt an der Überlieferung der
Kirchensonaten, bis in 1780er Jahre Pause
14:30 John Patrick MacKeown
(Basel): Fux-Rezeption bei Haydn und Beethoven 15:10 Ludwig
Holtmeier (Freiburg i.Br.): Emanuel Aloys Förster und das
Prinzip der ‚besten Lage’ 18:00 Wienbibliothek im Rathaus,
Musiksammlung (vormals:
Wiener Stadt- und Landesbibliothek) Ausstellung, Einführung, Musik |
Samstag, 5. Mai 2007 Fanny-Hensel-Mendelssohn-Saal
10:00 Dieter
Torkewitz (Wien): Übung –
Studie – Werk: Zu Barbara Ployers und Thomas Attwoods Unterricht bei Mozart 10:40 Gerhard Winkler
(Eisenstadt): Schattenschule
und Neue Tonkunst Beethoven
bei Haydn 1793-96 Pause 11:20 Stefan Rohringer
(München): Welche Nähe gibt es zwischen
zeitgenössischer Theorie und Komposition am Beispiel der Wiener Tonschule
Preindls und Schuberts Kompositionen der 20er Jahre Pause
14:30 Roundtable 3Raum Anatomietheater, Beatrixgasse 11
20:00 Alla guerra d’amor - Musiktheaterszenen von Ferdinand III – Leopold I –
Claudio Monteverdi Collegium Musicum des Joseph Haydn Instituts Musikalische Leitung:
Ingomar Rainer Szenische Umsetzung: Thomas
Desi |
Ausstellung - exhibition
Parallel
zum Kongress wird eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der
Universitätsbibliothek
Musiktraktate,
Lehrschriften, Noten und Skizzen rund
um das Kongressthema zeigen.
Ausstellungseröffnung: 3. Mai 19 Uhr, Universitätsbibliothek (3, Lothringerstr. 18)
The congress will include an exhibition of various books, tractati,
music writings concerning
the topics discussed.
Opening: May 3, 7 pm
at Universitätsbibliothek (3,
Lothringerstr. 18)
Univ.-Prof. Dr. Dieter
Torkewitz
Institut für Analyse, Theorie
und Geschichte
der Musik
Ungargasse 14 A-1030 Wien
U3, U4, Straßenbahnlinie O (Haltestelle Landstraße)
Unterstützt von
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3Raum Theater
