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Musikleben
Reihe ‚Musikleben‘
Die Reihe MUSIKLEBEN - STUDIEN ZUR
MUSIKGESCHICHTE ÖSTERREICHS dient der Veröffentlichung
wissenschaftlicher Arbeiten zur Erforschung der Alltagsgeschichte der
Musik. Damit ist der Blick bewußt auf die vielfältigen Verflechtungen
der Musik im sozialen Kontext, in mentalitätsgeschichtlichen
Voraussetzungen, sowie kultur- und geistesgeschichtlichen Konstellationen
gelenkt. Die bereits vorliegenden Bände präsentieren einerseits
herausragende Diplomarbeiten bzw. Dissertationen von Absolventen unseres
Institutes, andererseits stellen sie die Ergebnisse von Kongressen bzw.
von Instituts-Forschungsprojekten vor. Das (ehemalige) Institut für Musikgeschichte
an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien will mit
solchen Veröffentlichungen einen Beitrag zu einer gesamtkulturellen
Darstellung der Bedeutung der Musik in der Geschichte und Gegenwart
Österreichs leisten.
Band 1:
Elisabeth Riz/Christoph Khittl/Elisabeth Rössl:
Biographische Beiträge zum Musikleben Wiens im 19. und frühen
20. Jahrhundert.
Hg. Friedrich C. Heller
224 Seiten, Verband der wissenschaftlichen Gesellschaften Österreichs,
Wien, 1992
Drei biographische Studien über Persönlichkeiten des Wiener
Musiklebens im 19. und frühen 20. Jahrhundert (Leopoldine Blahetka,
Eduard Hanslick, Robert Hirschfeld).
Band 2:
Wien - Triest um 1900. Zwei Städte - eine Kultur?
Hg. Cornelia Szabó-Knotik
187 Seiten, Verband der wissenschaftlichen Gesellschaften Österreichs,
Wien, 1993
Dieser Band enthält die Beiträge eines Arbeitsgespräches, das
aufgrund jahrelanger Zusammenarbeit des Instituts für Musikgeschichte mit
interessierten ForscherInnen in Triest abgehalten wurde. Die vielfältigen
Themen und individuellen Zugangsweisen der einzelnen Autoren spiegeln sich
in zahlreichen Facetten einer Forschung, die den Blick auf den
musikalischen Alltag richtet und in der Beziehung beider Städte die
Relevanz von intra- und interkulturellem Transfer als typische Praxis
deutlich macht.
Band 3:
Reinhard Rauner:
Ferdinand Löwe. Leben und Wirken. I. Teil 1863 - 1900.
Hg. Friedrich C. Heller
259 Seiten, Peter Lang Europäischer Verlag der Wissenschaften, FfM., 1995
Als Interpret, Organisator und Pädagoge nahm Ferdinand Löwe eine
hervorragende Stellung im Kultur- und Musiklebens Wiens zur
Jahrhundertwende ein. Mit dem Namen dieser vielseitigen
Künstlerpersönlichkeit verbindet sich der unermüdliche Einsatz für die
Werke seines Lehrers Anton Bruckner, seine Freundschaft mit Hugo Wolf und
die Zusammenarbeit mit Gustav Mahler. Richtungweisend wirkte Löwe auch
durch die Leitung des Wiener Konzertvereinsorchesters, den späteren
Wiener Symphonikern. Diese erste ausführliche Monographie über Leben und
Wirken Ferdinand Löwes leistet einen längst fälligen Beitrag zur
Österreichischen Kultur- und Musikgeschichte.
Band 4:
Johannes Kretz/Olaf Winnecke:
Studien zur Wiener Schule 1.
Erwin Ratz - Leben und Wirken.
Das geheime Programm in Alban Bergs Oper Lulu.
Hg. Friedrich C. Heller
264 Seiten, Peter Lang Europäischer Verlag der Wissenschaften, FfM., 1996
Leben und Werk zweier namhafter Komponisten im Kreis um Arnold
Schönberg bilden den Inhalt dieses Bandes. In einer ausführlichen
biographischen Studie wird erstmals die Bedeutung des Künstlers und
Wissenschaftlers Erwin Ratz dokumentiert. Als Schönberg-Schüler,
Organisator, Herausgeber, Pädagoge, Musiktheoretiker und Anthroposoph
beeinflußte Ratz nachhaltig das Geistes- und Kulturleben Wiens im 20.
Jahrhundert. Im Mittelpunkt der zweiten Studie steht Alban Bergs
Opernfragment Lulu. Anhand von vergleichenden Text- und Musikanalysen
gelingt es, den komplexen Kontext von Bergs Biographie und dem
Opernlibretto aufzuschlüsseln. Das so aufgespürte geheime Programm der
Oper Lulu läßt auch die Nach-Geschichte der unvollendeten Partitur in
neuem Licht erscheinen.
Band 5:
Paulus Ebner:
Strukturen des Musiklebens in Wien.
Zum musikalischen Vereinsleben in der Ersten Republik.
Hg. Friedrich C. Heller
286 Seiten, Peter Lang Europäischer Verlag der Wissenschaften, FfM., 1996
Wien in der Ersten Republik: Sowohl die bürgerliche wie auch die
proletarische Sängerbewegung erleben eine wahre Hochblüte. Die Zahl der
aktiven Sänger erreicht einen Spitzenwert - Großveranstaltungen bringen
hunderttausende von Menschen auf die Straße. Die Untersuchung
beschäftigt sich mit der musikalischen Alltagskultur. Unter Verwendung
der Resultate zweier Forschungsprojekte werden Strukturen, Organisationen
und Persönlichkeiten beschrieben und das Repertoire auf seine
ästhetischen Bedingungen und Inhalte untersucht, was allgemeine
Rückschlüsse auf die Strukturen des Musiklebens ermöglicht.
Band 6:
Christoph Penteker/Susanne Pusch/Sylvia Sagmeister:
Studien zur Wiener Schule 2.
Musikalische Semantik im Werk Gustav Mahlers.
Die Rezeption der Schönberg-Schule in der Zeitschrift "Die
Musik".
Uraufführungen und Wiener Erstaufführungen der Werke von Schönberg,
Webern, Berg.
Hg. Friedrich C. Heller
319 Seiten, Peter Lang Europäischer Verlag der Wissenschaft, FfM., 1997
Die in diesem Band enthaltenen Arbeiten erweitern den in den
"Studien zur Wiener Schule 1" begonnenen biographischen
Themenbereich um musikhistorische Aspekte der Werk-Deutung, der
Rezeptionsgeschichte im allgemeinen und der Aufführungsgeschichte im
besonderen. Der erste Beitrag behandelt die in der Mahler-Forschung
zentrale These vom engen Zusammenhang zwischen Biographie und Werk. Diese
bestimmt auch den Ansatz, unter dem die Semantik der 6.Symphonie Gustav
Mahlers einer detaillierten Analyse und Deutung unterzogen wird. Die
zweite Studie beschäftigt sich mit der Rezeption des Schönberg-Kreises,
wie sie sich in der deutschen Zeitschrift "Die Musik" in den
zwanziger Jahren wiederfindet. Dabei zeigt sich, daß die angebliche
Polarisierung in bloße "Lager"-Mentalität einen Teil des
Rezeptions-Mythos unseres Jahrhunderts bildet. Die in der abschließenden
Studie zusammengestellten Daten der Uraufführungen und Wiener
Erstaufführungen der Werke von Schönberg, Webern und Berg bieten
erstmals eine zuverlässige Dokumentation und längst fällige Ergänzung
zur Geschichte der Wiener Schule.
Band 7:
Irmgard Schartner:
Hanns Eisler, Johann Faustus. Das Werk und seine Aufführungsgeschichte.
Hg. Friedrich C. Heller
265 Seiten, Peter Lang Europäischer Verlag der Wissenschaften, FfM., 1998
Hanns Eislers Opernprojekt Johann Faustus gehörte in den frühen 50er
Jahren zu den umstrittensten Werken der DDR. Der Schönberg-Schüler
Eisler beabsichtigte eine deutsche Nationaloper zu komponieren, die die
politische Situation der Kriegs- und Nachkriegszeit bezüglich der Haltung
des deutschen Intellektuellen zu Faschismus und Diktatur aufzeigen sollte.
Die Kulturgewaltigen der DDR lehnten sowohl den Faust der Bauernkriege als
auch die Aussage des Werkes ab. Die massive Kritik an Eisler und seinem
Libretto war ein Grund für sein Scheitern an der Oper. Der Johann Faustus
war aber damit noch nicht gestorben: eine Wiener Theatergruppe verhalf ihm
1974 in Tübingen zur Uraufführung.
Band 8:
Wien 1897 - Kulturgeschichtliches Profil eines Epochenjahres.
Hg. Christian Glanz
280 Seiten, Peter Lang Europäischer Verlag der Wissenschaften, FfM., 1999
Der Band enthält Beiträge einer internationalen Tagung, die im
Rahmen der Aktionen aus Anlaß des vierzigsten Jahrestags der Gründung
der Abteilung Musikpädagogik im Dezember 1997 stattgefunden hat. Das
veranstaltende Institut für Musikgeschichte sieht in der Breite des
Themas und in der Vorstellung sehr unterschiedlicher Zugangsweisen eines
seiner Hauptzielrichtungen umgesetzt. Musikgeschichte wird mit möglichst
vielfältigen Befunden aus allgemeiner Geschichte, Politik, Theater- und
Kunstgeschichte und nicht zuletzt der "Alltagsgeschichte" in
Verbindung gebracht.
Aus den hier zusammengestellten Beiträgen ergibt sich ein vielfältiges
und buntes, nicht zuletzt in vielem widersprüchliches Bild der Wiener
Kultur am Ende des 19. Jahrhunderts. Das Spektrum der Untersuchungen
reicht dabei von Aspekten, die in der Fin de siècle-Forschung bereits
Tradition haben bis zu methodisch neuartigen Auseinandersetzungen, nicht
zuletzt unter dem Aspekt der Rezeption der cultural studies. Das
entstandene Mosaik erhebt selbstverständlich keinesfalls den Anspruch auf
ansatzweise Vollständigkeit, vielmehr soll das vorliegende Buch zur im
Fluß befindlichen kulturwissenschaftlichen Methodendiskussion einen
Beitrag leisten.
Band 9:
Manfred Permoser
Die großen Konzertdirektionen im Wiener Konzerthaus 1913-1945.
Hg. Friedrich C. Heller
212 Seiten, Peter Lang Europäischer Verlag der Wissenschaften, FfM., 2000
Mit dieser Publikation wird erstmals im nun 100-jährigen Bestehen der
Wiener Symphoniker deren Geschichte während der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Österreich dargestellt. Beginnend mit der bereits
1933 einsetzenden systematischen Politisierung (gezielte
"Arisierung") erfolgte mit der Machtübernahme 1938 die
Kommunalisierung durch die Gemeinde Wien und damit die
nationalsozialistische Vereinnahmung. Als "Stadtorchester Wiener
Symphoniker", gefördert durch Schirachs Subventionspolitik und
"Kulturliberalismus", befand sich das Orchester im Spannungsfeld
ideologischer Instrumentalisierung ("Dunkelkonzerte",
Parteiveranstaltungen, etc.) und kriegsbedingter Einschränkungen. Kapitel
über die Problematik kaum erfolgter Entnazifizierung sowie die
"Arisierung" des Orchesters und ihre Spätfolgen ergänzen die
Studie. Auch eine chronologische Auflistung der im Konzerthaus und
Musikverein zwischen 1938 und 1945 veranstalteten Konzerte des Orchesters
ist Teil der Arbeit.
Band 10:
Erwin Barta, Gundula Fäßler:
Die großen Konzertdirektionen im Wiener Konzerthaus
1913-1945.
Hg. Friedrich C. Heller
213 Seiten, Peter Lang Europäischer Verlag der Wissenschaften, FfM., 2001
Die Vielfalt des Wiener Musiklebens ist das Resultat einer historischen
Entwicklung, die sich wesentlich in der Geschichte der musikalischen
Institutionen wiederspiegelt. Die Bedeutung der privatwirtschaftlich
geführten Konzertdirektionen für dieses Musikleben - zeitweilig
organisierten die Konzertdirektionen in Wien bis zu sechzig Prozent der
Veranstaltungen aus dem Bereich der E-Musik - wurde bislang nur wenig
beachtet. Das Buch versucht daher, unter Einbeziehung kulturhistorischer
Forschungsansätze die zentrale Rolle der Konzertagenturen im
Spannungsfeld zwischen kultureller Vermittlungsarbeit und
unternehmerischem Handeln herauszuarbeiten. Als statistische Grundlage
dient das gut aufgearbeitete Programmarchiv der Wiener
Konzerthausgesellschaft, in welchem mehr als 26.000 Veranstaltungen
erfaßt sind.
Bezugsquellen:
Bände 1 und 2 sind erhältlich bei:
Institut für Analyse, Theorie und Geschichte der Musik
A-1010 Wien, Schubertring 14/4. Stock
Tel.: 01/ 71155-3503
Bände 3 bis 10 sowie weitere Folgebände sind erhältlich bei:
Peter Lang AG., Europäischer Verlag der Wissenschaften
Postfach 277
CH-3000 Bern 15, Jupiterstraße 15
Tel.: +41/ 31/940 21 21
Fax: +41/ 31/940 21 31
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