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Zyklus und Prozess.
Joseph Haydn und die Zeit
Interdisziplinäre Tagung 19. bis 21. Jänner 2009
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Achtung Änderung: (12.01.2009)
Der Festakt findet nicht in der Alten Aula, sondern im
Festsaal statt!
Hinweis: Der Festakt ist ausgebucht!

In der alltäglichen Erfahrung wird Zeit einerseits durch
die Wiederkehr des immer Gleichen (Zyklus), andererseits durch
unumkehrbare Veränderungen (Prozess) erlebt. Musik ist durch Tempo,
Metrum und Rhythmus ohnehin von der Zeit bestimmt. Darüber hinaus
veränderte sich zu Lebzeiten Haydns die Zeitwahrnehmung; es entstand ein
geschärftes Bewusstsein für Beständigkeit, allmählichen und
revolutionären Wandel, irreguläre Zeitverläufe und den kommerziellen
Wert der Zeit. Nicht zufällig spielen authentische Titel oder spätere
Beinamen Haydnscher Werke auf Zeit und Zeitverlauf an: Le matin / Le
midi / Le soir / Die Uhr / Die Jahreszeiten. Die geplante Tagung will
Auswirkungen des neuen Zeitbewusstseins auf das musikalische Denken
untersuchen.
Dem interdisziplinären Anspruch der Tagung gemäß sollen
Beiträge zur Zeitwahrnehmung der Epoche in Philosophie und Physik,
technischen Entwicklungen oder im Bereich von bildender Kunst und
Literatur den Kontext von Haydns musikalischem Werk erhellen und ein
tieferes Verständnis für seine Musik und ihre innovativen Momente
erlauben. Umgekehrt sollen Beobachtungen zu Haydns musikalischer
Zeitgestaltung, zu seinen narrativen Strategien oder zur formalen und
zyklischen Dramaturgie kompositionsgeschichtlich und
kulturwissenschaftlich kontextualisiert werden.
Programm,
Abstracts, Informationen zu den ReferentInnen
PDF-Datei, Stand: 16.01.2009
Konzept und Organisation:
Marie-Agnes Dittrich, Martin Eybl, Reinhard Kapp
Institut für Analyse, Theorie und Geschichte der Musik
Anton-von-Webern Platz 1
1030 Wien
Nähere Infos:
dittrich@mdw.ac.at
eybl@mdw.ac.at
kapp@mdw.ac.at
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